Invergordon ist eine kleine Stadt im Hochland mit rund 4.000 Einwohnern, spielt jedoch eine überraschend große Rolle in der schottischen Kreuzfahrtindustrie. Die Lage am Cromarty Firth, einer langen, geschützten Bucht, macht ihn zu einem der tiefsten und sichersten natürlichen Häfen des Landes. Diese geografische Besonderheit ist der Grund, warum Invergordon seit Jahrhunderten Schiffe anzieht – von Wikingern, die einst diese Gewässer befuhren, bis hin zur Royal Navy, die hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen bedeutenden Stützpunkt errichtete. Während beider Weltkriege herrschte in Invergordon geschäftiges Treiben mit Matrosen, Kriegsschiffen und Schiffbau. Gäste könnten sogar nach der Invergordon-Meuterei von 1931 fragen, als Seeleute während der Großen Depression gegen Lohnkürzungen protestierten – ein seltener Moment, in dem diese ruhige Stadt weltweit Schlagzeilen machte.